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Workshop „Qualifizierung von syrischen Geflüchteten in deutschen Kommunalverwaltungen“

Am Mittwoch, den 13. Dezember 2017 veranstaltete die Servicestelle Kommunen in der Einen Welt in Wuppertal einen Workshop zur Vorstellung des 2018 im Rahmen der Initiative „Kommunales Know-how für Nahost“ startenden Projektes  „Qualifizierung von syrischen Geflüchteten in deutschen Kommunalverwaltungen“.

Im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) beginnt die Servicestelle im Jahr 2018 ein neues Projekt, das deutsche Kommunen bei der Qualifizierung von syrischen Geflüchteten in deutschen Kommunalverwaltungen unterstützt. Ziel ist die Vorbereitung von Geflüchteten auf eine Mitwirkung am zukünftigen Wiederaufbau kommunaler Strukturen in Syrien. Im Rahmen des Projektes wird die SKEW 2018 sechs Modellkommunen umfangreich unterstützen. Darüber hinaus gibt es offene bundesweite Angebote für alle Kommunen. Das Projekt mit seinen Phasen sowie die inhaltlichen und finanziellen Unterstützungsangebote der SKEW wurden den 15 teilnehmenden Kommunen im Rahmen der ganztägigen Veranstaltung in Wuppertal vorgestellt. Im Fokus standen die konkrete Umsetzung auf kommunaler Ebene und die Unterstützungsbedarfe der Kommunen.

Neben dem SKEW-Projekt inspirierte die Stadt Wuppertal gemeinsam mit der Initiative „Syrien von morgen“ durch die Vorstellung eines bereits bestehenden Qualifizierungsprogramms für syrische Geflüchtete.

Mitte Januar wird ein Formular zur Interessensbekundung auf der Homepage der Initiative veröffentlicht. Interessierte Kommunen können sich dann bewerben, um eine der sechs Modellkommunen 2018 im Projekt „Qualifizierung von syrischen Geflüchteten in deutschen Kommunalverwaltungen“ zu werden. Im Februar werden die sechs Modellkommunen ausgewählt.

Hintergrund: Bedingt durch den syrischen Bürgerkrieg sind seit dem Jahr 2015 besonders viele Syrerinnen und Syrer nach Deutschland gekommen. Die deutschen Kommunen standen vor der Herausforderung, so viele in kurzer Zeit zugezogene Menschen zu versorgen. Nach den Anstrengungen der Grundversorgung wenden sich die Kommunen nun den Fragen der Zukunft zu. Neben Fragen der Integration besteht das Interesse, einen aktiven Beitrag für die Zeit des Wiederaufbaus nach Ende des Konflikts zu leisten.

Nach einer Befriedung Syriens wird der Wiederaufbau von Kommunen eine zentrale Aufgabe sein. Dies betrifft sowohl die Infrastruktur als auch den Aufbau von Kommunalverwaltungen und kommunalpolitischer Strukturen. Um die Verwaltung vor Ort zu professionalisieren und funktionierende Strukturen aufzubauen, wird in Zukunft qualifiziertes Personal in syrischen Kommunen benötigt werden. Deutsche Kommunen können hierzu durch die Qualifizierung von syrischen Geflüchteten in Verwaltung und Politik schon jetzt einen wertvollen Beitrag leisten. Im Rahmen der Initiative „Kommunales Know-how für Nahost“ bietet die SKEW  dafür Unterstützung an.