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Rückblick Landeskundekurs Libanon - Kommunen sind der Ansatzpunkt

Die Explosion im Hafen von Beirut am 4. August 2020 war wie eine grausam wahr gewordene Metapher für die eskalierende politische, humanitäre und wirtschaftliche Krise im Libanon. Doch was sind die Ursachen für die desolate Situation in dem kleinen Mittelmeerland? In unserem Landeskundekurs Anfang November bekamen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen Einblick in die moderne Geschichte und das politische System im Libanon, um die aktuellen Geschehnisse besser einordnen zu können.

„Ich habe einmal gehört: Wer glaubt, den Libanon verstanden zu haben, hat ihn nicht richtig erklärt bekommen“ bemerkte ein Teilnehmer und zog zum Abschluss des Kurses ein positives Fazit: „Nun habe ich ein viel besseres Verständnis für die Zusammenhänge und viele neue Informationen erhalten.“

Gemeinsam erarbeiteten die Teilnehmenden die Hintergründe der politischen und gesellschaftlichen Spaltung im Libanon und diskutierten angeregt über die Herausforderungen der libanesischen Kommunen. „Diese Probleme begegnen uns immer wieder in unseren Partnerschaftsprojekten“ war die einhellige Meinung.

Dr. Bente Scheller, Referatsleiterin für Nahost und Nordafrika bei der Heinrich-Böll-Stiftung, fand in ihrem Gastbeitrag zu den Zukunftsperspektiven auch Anlass für motivierende Worte: „Angesichts der politischen Krise auf nationaler Ebene ist die Ebene der Kommune der Ansatzpunkt, um etwas zu bewegen. Oft sind die Kommunalvertreterinnen und –vertreter überaus motiviert und engagiert, wenn es darum geht, etwas vor Ort für „ihre“ Bürger und Bürgerinnen zu tun.“

Die Bedeutung der kommunalen Partnerschaftsarbeit in Krisensituation ist dabei einmal mehr deutlich geworden.

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